...
Sprache kann zuweilen Spaß machen.
(Neben der durchaus spannenden und hoch interessanten Betrachtung von Sprache im wissenschaftlichen Kontext liefert die Alltagswelt oft bemerkenswert erquickende Sprachverwendungen, die ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte).
So unterhielten sich heute im Bus zwei Herren darüber, was eigentlich der Plural von "Hummel" ist. Zwei besonders schöne Varianten, die mir im Kopf geblieben sind, waren "Hummelrich" und "Hummelus." Analog dazu müsste es dann heißen "Bienerich", "Mückerich", "Schnakerich" etc.
Außerdem, sozusagen als Beispiel von Produktivität, las ich heute in einem Katalog den Begriff "Schreibgut." Assoziation: Treibgut.
Unter Gütern stelle ich mir persönlich immer etwas Objekthaftes, also Festes, vor, was man vom Geschriebenen ja nicht unbedingt sagen kann. Außerdem scheint mir in dem Begriff eine positive Bewertung zu stecken. Sicher gibt es viele geschriebene Werke, die einen Wert haben. Da reicht schon der Blick ins Bücherregal aus. Aber ist das immer so?
Naja, "was man schwarz auf weiß besitzt..." und so weiter.
Dann noch eine Verknüpfung an der ich eine wahre Freude hatte. Da sprach doch tatsächlich eine junge Frau von "verbalen Worten".
Das reiht sich ein in Beispiele wie "weiße Milch," "nasser Regen" etc.
Wollte die junge Frau, die Wörtlichkeit der Worte unterstreichen? Sollte ein Fremdwort dem Ganzen einen Anschein von Kompetenz verleihen?
(Neben der durchaus spannenden und hoch interessanten Betrachtung von Sprache im wissenschaftlichen Kontext liefert die Alltagswelt oft bemerkenswert erquickende Sprachverwendungen, die ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte).
So unterhielten sich heute im Bus zwei Herren darüber, was eigentlich der Plural von "Hummel" ist. Zwei besonders schöne Varianten, die mir im Kopf geblieben sind, waren "Hummelrich" und "Hummelus." Analog dazu müsste es dann heißen "Bienerich", "Mückerich", "Schnakerich" etc.
Außerdem, sozusagen als Beispiel von Produktivität, las ich heute in einem Katalog den Begriff "Schreibgut." Assoziation: Treibgut.
Unter Gütern stelle ich mir persönlich immer etwas Objekthaftes, also Festes, vor, was man vom Geschriebenen ja nicht unbedingt sagen kann. Außerdem scheint mir in dem Begriff eine positive Bewertung zu stecken. Sicher gibt es viele geschriebene Werke, die einen Wert haben. Da reicht schon der Blick ins Bücherregal aus. Aber ist das immer so?
Naja, "was man schwarz auf weiß besitzt..." und so weiter.
Dann noch eine Verknüpfung an der ich eine wahre Freude hatte. Da sprach doch tatsächlich eine junge Frau von "verbalen Worten".
Das reiht sich ein in Beispiele wie "weiße Milch," "nasser Regen" etc.
Wollte die junge Frau, die Wörtlichkeit der Worte unterstreichen? Sollte ein Fremdwort dem Ganzen einen Anschein von Kompetenz verleihen?
Lady Sunflower - Mo, 30. Jun, 18:55
